I’am looking for frEINHEIT - 14.11.2009 - EEG (WESTWERK)

EEG (WESTWERK Leipzig; Karl-Heine-Straße 93 / TOR B)
I’am looking for frEINHEIT
Workshops, Performances, Screening, Party zu 89 und Mauerfall
Ein Projekt im Rahmen des Licht-Spiel-Feld 2009 /
Aus Anlass des Mauerfalls öffnet die EEG ihre Türen für kritische Workshops und Performances zum Thema DDR-Geschichte, Wende und Mauerfall. Auch die 89-Aktionen der „Helden wider Willen“ werden im Rahmen eines Screenings resümiert.
Den Abschluß bildet die „Und du so?“-Party.
19 Uhr
Michael Crell: DDR-Israel. Ein gestörtes Verhältnis
Vortrag und anschließende Diskussion
20 Uhr
Resümee und Screenig des Trailers
21 Uhr
Sehstörung und Das Lot und das quer: Gurken wie gewachsen. Eine humorvoll-kritische Inszenierung zu `89 auf Basis des "Hockwende" Samplers von West/H.Heine & Ost/K.Pohl
Zwischen ost und west
zwischen uns die mauer
zwischen hoffnung und furcht
zwischen liebe und bann
zwischen den Ideologien
zwischen aufbruch und abbruch
zwischen wende und ende
zwischen wahrheit und lüge
Liegen Welten dazwischen?
sound by das_lot_und_das_quer
idee und realisierung:harry heine,katjaA.pohl
spiel: karl E.stephan,katjaA.pohl
weitere Aufführungen:
18.11. 20.30 Casion, Wagenplatz Fockestrasse
19.11. 20 Uhr Atari Reudnitz
im Anschluß
"Und du so?" - Party
DJ biffzebiffze avec Inge Hit
http://www.myspace.com/kcmusique
NOBLICITY OF JAZZ (live)
http://www.myspace.com/noblicityofjazz
Veranstalter: EEG, Helden wider Willen, linXXnet, Roter Baum Leipzig
Ablauf Licht-Spiel-Feld 2009 Freitag 9.Oktober 2009
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Freitag, den 09.10.09 |
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Licht-Spiel-Feld 2009, Karl-Heine-Straße/Ecke Gießerstraße, 04229 Leipzig |
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14 Uhr |
Möglichkeit zum Vorglühen Lichtfest 2009 in der GaraGe |
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ab 16 Uhr
ab 17 Uhr |
Führung durch die GaraGe „sanitäre Anlagen“ Siebdruck der Glitzer16 in der GaraGe
Feierliches Aufscheuchen der Friedensglucke |
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zu 18 Uhr |
Besuch des Lichtfests 2009 auf dem Augustusplatz |
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anschl. |
Spaziergang zum Licht-Spiel-Feld 2009 |
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ab 21 Uhr
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Open-Air-Filmvorführung "Terror 2000" (C. Schlingensief, D 1992, 72 min) filmgalerie451.de/film/terror-2000/ |
Heilige Weihe des Licht-Spiel-Feld vom 25. September 2009

Thomas Müntzer ist beleidigt. Während 1989 noch ein ganzer Staat
seinen Geburtstag feiern wollte, weil seinerzeit seinetwegen so viele
auf die Strasse gegangen sind, erinnert sich 2009 kaum irgendwer
überhaupt an ihn.
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Es wird gemunkelt, er erwarte nun zum nächsten Freitag vom Volk eine
große Torte mit 520 Kerzen drauf. Sonst würde er nicht predigen. Und
keine Friedensglucke würde nicht geweiht werden diesmal.
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Thomas Müntzer dreht Runden mit seinem Traktor. 484 Runden, um an die
Friedliche Revolution von 1525 zu gemahnen, die so blutig geendet ist
und den Pfarrer damals sein Leben gekostet hat.
23 Runden hat er schon am letzten Freitag geschafft, 461 stehen noch
aus, und in einer Woche muss er den Traktor zurückgeben.
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Es wird auch gemunkelt, dass die Stadt am 9. Oktober in der Innenstadt
doch seine Geburtstagstorte backen wird. Und dass mans ihm bloss nicht
verraten will, damit die Überraschung nicht futsch geht. Mit vielen,
vielen Kerzen, die er alle ausblasen muss, um seine kühnsten Wünsche
Wirklichkeit werden zu lassen.
„Panem et Circenses“ verschoben auf 14.11.09 / EEG
Fakt ist jedoch, dass diese Subkultur nicht selten aus den Reihen des stattlichen Verbands bildender Künstler heraus agierte, also vielmehr eine „Ergänzungskultur“ zum bereits Verordneten organisierte. Diese oftmals spielerische und stichelnde Ergänzungskultur eint in den späten 60er und 70er Jahren in erster Linie, dass sie vor der Kontrastfolie des real existierenden Sozialismus nicht so will wie sie soll und dabei vielfältigste alternative Räume schafft. (Die Lücke, Gruppe Clara Mosch, die Hallenser "Schelmuffsky-Troffi")
In den 80ern polarisieren sich die Tendenzen innerhalb der „nonkonformen“ Szene. Einerseits entdeckt man den westlichen Kunstmarkt, andererseits diagnostiziert man den post-utopistischen Zustand. Insbesondere die Dresdner Autoperforationsartisten vollziehen eine Generalabrechnung mit den Selbstmythen der Systeme beiderseits der Mauer. Ob durch die Inszenierung der eigenen Isolation in der „Dikatur des Proletariats“ (Performance Panem et Circenses) oder die ironisierende Handhabung des „erweitereten Kunstbegriffes“und damit jeglicher heilbringender Botschaften und gesellschaftlicher Utopien steuern sie auf die Auflösung der Konzepte der Kunst zu.
Vortrag mit Bild und Ton (ca. 1h)
Julia Kurz, Leipzig
Freitag, den 14.11. circa 20 Uhr in der EEG
ein Projekt im Rahmen Licht-Spiel-Feld 2009
