nochmal Liedgut zum Üben von den schwarzenzahlen 43

Angelegt von ariane 01/10/2009 at 10:13

Teaser und Doku zum Licht-Spiel-Feld 2009, Freitag, den 25.09.09 13

Angelegt von ariane 30/09/2009 at 10:11

Heilige Weihe des Licht-Spiel-Feld vom 25. September 2009 414

Angelegt von ariane 28/09/2009 at 10:10

 


Thomas Müntzer ist beleidigt. Während 1989 noch ein ganzer Staat  
seinen Geburtstag feiern wollte, weil seinerzeit seinetwegen so viele  
auf die Strasse gegangen sind, erinnert sich 2009 kaum irgendwer  
überhaupt an ihn.
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Es wird gemunkelt, er erwarte nun zum nächsten Freitag vom Volk eine  
große Torte mit 520 Kerzen drauf. Sonst würde er nicht predigen. Und  
keine Friedensglucke würde nicht geweiht werden diesmal.
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Thomas Müntzer dreht Runden mit seinem Traktor. 484 Runden, um an die  
Friedliche Revolution von 1525 zu gemahnen, die so blutig geendet ist  
und den Pfarrer damals sein Leben gekostet hat.
23 Runden hat er schon am letzten Freitag geschafft, 461 stehen noch  
aus, und in einer Woche muss er den Traktor zurückgeben.
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Es wird auch gemunkelt, dass die Stadt am 9. Oktober in der Innenstadt  
doch seine Geburtstagstorte backen wird. Und dass mans ihm bloss nicht  
verraten will, damit die Überraschung nicht futsch geht. Mit vielen,  
vielen Kerzen, die er alle ausblasen muss, um seine kühnsten Wünsche  
Wirklichkeit werden zu lassen.



 

„Panem et Circenses“ verschoben auf 14.11.09 / EEG 12

Angelegt von ariane 26/09/2009 at 10:09

 

Kunst in der DDR wird heute gern als Kampf Davids gegen Goliath dargestellt: Auf der einen Seite die übermächtige Doktrin des Sozialistischen Realismus vs. einem „Untergrund“ und einer Subkultur, welche letztlich mit gezieltem Schuss, pünktlich zur Wende, den schon schwächelnden Riesen kippt.

Fakt ist jedoch, dass diese Subkultur nicht selten aus den Reihen des stattlichen Verbands bildender Künstler heraus agierte, also vielmehr eine „Ergänzungskultur“ zum bereits Verordneten organisierte. Diese oftmals spielerische und stichelnde Ergänzungskultur eint in den späten 60er und 70er Jahren in erster Linie, dass sie vor der Kontrastfolie des real existierenden Sozialismus nicht so will wie sie soll und dabei vielfältigste alternative Räume schafft. (Die Lücke, Gruppe Clara Mosch, die Hallenser "Schelmuffsky-Troffi")

In den 80ern polarisieren sich die Tendenzen innerhalb der „nonkonformen“ Szene. Einerseits entdeckt man den westlichen Kunstmarkt, andererseits diagnostiziert man den post-utopistischen Zustand. Insbesondere die Dresdner Autoperforationsartisten vollziehen eine Generalabrechnung mit den Selbstmythen der Systeme beiderseits der Mauer. Ob durch die Inszenierung der eigenen Isolation in der „Dikatur des Proletariats“ (Performance Panem et Circenses) oder die ironisierende Handhabung des „erweitereten Kunstbegriffes“und damit jeglicher heilbringender Botschaften und gesellschaftlicher Utopien steuern sie auf die Auflösung der Konzepte der Kunst zu.

 

Vortrag mit Bild und Ton (ca. 1h)

 

Julia Kurz, Leipzig

Freitag, den 14.11. circa 20 Uhr in der EEG

ein Projekt im Rahmen Licht-Spiel-Feld 2009

 

schon mal Liedgut zum üben - eine Empfehlung der schwarzenzahlen 14

Angelegt von ariane 22/09/2009 at 10:08

BANANARAMA - Ein digitales Puppenspiel von Thomas Janitzky und Stefan Reuter 1969

Angelegt von ariane 17/09/2009 at 10:07

 

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Premiere!

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BANANARAMA: Ein digitales Puppenspiel
von Thomas Janitzky und Stefan Reuter.

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Mit Jana Engel als 'Pressestimme'.

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Am 2. Oktober
um 19:00 Uhr
in der GaraGe,
Karl-Heine-Straße 97,
Leipzig.

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Was war das für ein herrliches Sommertheater!
Angekommen im zwanzigjährigen Herbst halten
wir blätterraschelnd Rückschau und erwärmen
uns an 'hitzigen Debatten' wegen Baumstämmen,
Bildern und Bananen.

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Gespielt wird mit Eber und Otter, Pinsel,
Schere und Zauberstab, mit aufgedeckten,
wenngleich auch gezinkten Karten und offenen
Briefen; jedenfalls in Photoshop von Adobe.

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Live und in Leipzig. Ungefähr 45 Minuten.

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(Diese Veranstaltung findet unter Ausschluss
der Hochschulöffentlichkeit statt.)

Ausschreibung der Initiative pro memoria 159

Angelegt von ariane 15/09/2009 at 10:06

 

Wir werden im Rahmen unserer Veranstaltung ein sieben Meter langes Banner an einem Kran am Jahr1000feld anbringen und möchten die Bewohner und Bewohnerinnen der Stadt und die 70.000 Demonstranten von damals im besonderen auffordern mitzubestimmen, welcher Slogan uns während dieser Zeit über den Dächern der Stadt begleiten soll.
 

wider das vergessen der Gruppe schwarzezahlen 10

Angelegt von ariane 15/09/2009 at 10:01

 

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Wenn wir den Namen Thomas Müntzer hören, wird unser Herz weit.
Wir spüren: Hier geht es um den heissen Atem der Revolution in der deutschen Geschichte.
Zu ihr bekennen wir uns. Wir kommen aus ihr, wir stehen in ihr und wir setzen sie fort! Vor allem sind das die Friedlichen und demokratischen Traditionen der Deutschen, eingebettet in die europäische und Weltgeschichte.

Zwei große Persönlichkeiten des 16.Jahrhunderts stehen für diese Traditionen:
Martin Luther, dessen 500. Geburtstag wir 1983 begingen, und Thomas Müntzer, den wir anlässlich seines 520. Geburtstags 2009 ehren.

Thomas Müntzer kämpfte für die Gesellschaft ohne Herren und Knechte, ohne Ausbeutung und Unterdrückung, mit einem Wort: für Chancengleichheit. Seine Forderungen waren dieselben, für die unsere demokratischen Parteien heute
noch einstehen: soziale Sicherheit, freie Jagd, Holzung und Fischfang, Verteilung des Kirchenbesitzes, Kontrolle statt Strafe, Minderung der Abgaben, Normalisierung statt Recht, Abschaffung der (damals) z.T. noch bestehenden Leibeigenschaft.


Die Ideen von Müntzers Kampf wurzeln in der gesamten Geschichte der Menschheit, und sie reichen auch weit über seine Zeit hinaus in eine damals noch ferne Zukunft. Thomas Müntzer gehört deshalb nicht nur schlechthin in die Reihe der großen historischen Persönlichkeiten und Revolutionäre; er gehört auch in die direkte Ahnenreihe der großen Namen, deren Werk wir in der Bundesrepublik und in Sachsen besonders unter gewiss ganz anderen historischen Bedingungen
fortsetzen, vollenden und ehren.
Er ist, so könnte man sagen, Friedlicher Revolutionär der ersten Stunde.

www.deinfeld.de/files/WIDER_DAS_VERGESSEN.pdf

Aufruf bitte weiterleiten! 9

Angelegt von ariane 14/09/2009 at 10:00

 

 

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Pressmitteilung vom 13. September 2009 13

Angelegt von ariane 14/09/2009 at 09:58

 

20 Jahre Friedliche Revolution in Leipzig:

 

Und Du so?

 

25.9. - 09.10. 2009: Feiern am Jahrtausendfeld/Westwerk mit großem Licht-Spiel-Feld, Filmvorführungen, thematischen Workshops, Festchor und mehr

 

Am 9. Oktober 2009 steht Leipzig ganz im Zeichen des Gedenkens an die Friedliche Revolution 1989. Höhepunkt und offizielle Abschlussveranstaltung bildet im Anschluss an das Friedensgebet in der Nikolaikirche von circa 18 bis 24 Uhr ein Lichtfest. Entlang des historischen Demonstrationsweges über den Innenstadtring organisiert das Stadt- und Standortmarketing der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) in Kooperation mit der Stadt Leipzig und der Initiative Herbst `89 einen 21 Stationen umfassenden Aktionsweg. Der Innenstadtring wird für das Ereignis gesperrt und verdunkelt sein.

 

Zur Bereicherung und Ergänzung des offiziellen Gedenkevents im Innenstadtring hat der Arbeitskreis für aktive Erinnerungsarbeit (AFAEA) die Initiative "pro memoria – 20 Jahre Friedliche Revolution: Und du so?" ins Leben gerufenHöhepunkt und zentralen Veranstaltungsort bildet das "Licht-Spiel-Feld 2009" am Jahrtausendfeld an der Karl-Heine-Straße, wo zahlreiche Angebote die Besucher zur aktiven Teilnahme am kollektiven Erinnern aufrufen werdenVom 25. September bis zum 9. Oktober 2009 steht so auch der Leipziger Westen ganz im Zeichen des Gedenkens an die Friedliche Revolution 1989.

 

Entlang der großen Themen der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten „Freiheit, Demokratie, Gewaltlosigkeit, bürgerliches Engagement, Unsicherheit und Aufbruch“ bietet das Licht-Spiel-Feld 2009 ein reichhaltiges Angebot interaktiver künstlerischer Interventionen, die sich mit den wesentlichen Erfahrungen und Fragen rund um den Herbst 89 auseinandersetzen. Für dieses Ereignis wird das Lindenauer Jahrtausendfeld erleuchtet sein. Gesperrt ist es dank des Engagements der TLG IMMOBILIEN GmbH ("Stark im Osten") ja schon länger.

Musikalisch wird das Licht-Spiel-Feld 2009 von einem Chor begleitet. Während und zwischen den Festtagen finden thematisch fokussierte Veranstaltungen statt, so z.B. den vom internil Verein zur Untersuchung sozialer Komposition durchgeführten Workshop in Revolutionsrhetorik „Mauser“, sowie „20 Jahre Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag Thomas Müntzers“ deGruppeschwarzezahlen. Den besinnlichen Ausklang der drei Freitage auf dem Licht-Spiel-Feld 2009 bildet jeweils die Open-Air-Vorführung einer der Filme der "Deutschland-Trilogie" von Christoph Schlingensief. Weitere Programmpunkte und Veranstaltungen sind in Planung.

 

Hintergrund

20 Jahre nach der Wiedervereinigung verfügt, wie von offizieller Seite bestätigt, eine ganze Generation über keine aktive Erinnerung an diesen wohl wichtigsten Herbst gesamtdeutscher Geschichte. Dennoch sind die Spuren der Ereignisse von 1989 noch nicht vollständig aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten des massiven Schwunds real erlebter historisch-politischer Zusammenhänge werden im großen Stil organisierte Gedenkfeiern immer wichtiger und populärer. Grund genug, die Zeit zu nutzen, um die wesentlichen Erfahrungen der Friedlichen Revolution in spielerischem Umgang nachzuvollziehen und unter künstlerischer Anleitung zu wiederholen, neu zu entdecken oder einfach zum ersten Mal zu machen:

 

Wie lange gibt es eigentlich schon Revolution in Deutschland? Wie wird man ein friedlicher Revolutionär? Wie begreift ein Einzelner, dass er gerade Geschichte macht? Was heißt es, plötzlich zu einer Masse zu gehören? Wie skandiert man die entscheidenden Sätze richtig: WIR sind das Volk? Wir sind das VOLK? Wir SIND das Volk? Wir sind DAS Volk? u.v.m

 

Erinnerungsarbeit, insbesondere historische, ist ein vielschichtiger Prozess. Demgemäß gilt: Gerade als Gesamtdeutscher kann man gar nicht genug davon haben. Der Arbeitskreis für aktive Erinnerungsarbeit will mit pro memoria einen Beitrag leisten und gemeinsam mit ortsansässigen KünstlerInnen verschiedenster Sparten die Erinnerungsräume der Stadt nachhaltig erweitern. Dabei bleibt das Licht-Spiel-Feld 2009 nicht beim nostalgischen Rückblick stehen, sondern bricht auf im Zeichen der Zukunft. Die Initiative pro memoria will durch die Beschäftigung mit der Geschichte neue Perspektiven eröffnen, fragen, was bürgerliches Engagement bedeuten könnte und wie es sich gerade auch im architektonisch-sozialen Gefüge der Stadt realisieren lässt. Nicht zuletzt will die Initiative eine Brücke zwischen Peripherie und Zentrum Leipzigs schlagen, um so das kulturelle Leben der Stadt sinnvoll zu vernetzen.